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Wildkräuter-Zertifikatskurs 2026 im Seminarhaus Oedmühle

Sonntag, 09. November 2025

Höhepunkt des Wildkräuterjahrs im Seminarhaus Oedühle ist die 5-tägige Wildkräuter-Grundausbildung „Herbalista® Basic“.

Termine 2026:

5-tägiger Zertifikatskurs
Termin: 10. bis 14. Juni 2026

Die Oedmühle liegt im Oberpfälzer Jura zwischen Nürnberg und Amberg auf der Frankenalb: Naturgarten, Bach-Biotop, Magerrasen, Wald, Wiese – die verschiedenen Wildpflanzen-Biotope liegen in ursprünglicher Wildkräuter-Vielfalt direkt vor der Tür. Das macht die Oedmühle zum idealen Standort für Ihre Wildkräuter-Ausbildung.
Programm:
– Wildkräuter sicher bestimmen und sammeln
– Vorratshaltung
– Heimische Kräuter in Ernährung und Gesundheits-Prävention
– Wildkräuter und Wildblüten-Küche
– Heimische Heilkräuter in der traditionellen Heilkunde: Theorie und Praxis
– Prüfung | Zertifikat

Referentin: Gabriele Leonie Bräutigam M.A., staatl. zert. Kräuterführerin, Wildkräuterbuch-Autorin

Gebühr: 890,- Eur inkl. Skript, vegetarisch/veganes Mittagessen (aus Wald&Wiese), Seminargetränke

>> mehr Info zu Programm +Anmeldung: Wildkräuterausbildung 2026
>> Fragen oder persönliche Buchung direkt
per e-mail direkt an >> leonie{at}herbalista.eu


FAQs zur Herbalista Wildkräuterausbildung:

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Frage: „Die Wildkräuter-Ausbildung „Herbalista Basic“ dauert 5 Tage – reicht das, um alles über Wildkräuter zu lernen?“

Wildkräuterwissen ist unendlicher und lebenslanger Weg. Idee der Wildkräuter-Grundausbildung „HERBALISTA® Basic“ ist es daher, eine solide strukturierte Basis an vernetztem Wildkräuterwissen und Kulturtechniken der Verarbeitung in Küche und Hausapotheke zu schaffen, auf der sich jeder selbst weiterentwickeln kann und dann je nach Neigung entsprechende Themen vertiefen kann. In der HERBALISTA-Community hast du im Anschluss eine Gemeinschaft aus Ansprechpartnern.

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Frage: „Für wen lohnt sich die Wildkräuter-Ausbildung „Herbalista® Basic“?

Für alle, die Wildkräuter sicher verwenden wollten: In ihrem täglichen Leben. Als Selbstversorger. Für die Familie. Als Lebenswissen. Für die eigene Gesundheit – denn am klügsten ist es, nicht krank zu werden! Als Fortbildung im Bereich Soziales, Bildung, Ernährung (Sie können die Rechnung von der Steuer absetzen).

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Frage: „Ich weiss fast nichts über Wildkräuter. Kann ich trotzdem mitmachen“?

Ja, denn nach der Wildkräuterausbildung Herbalista® Basic haben Sie eine solide Grundlage, um Ihren eigenen Weg zu finden. Hier bekommen Sie das „Start-Set“: Sie können alle Fragen stellen (auch nach dem Kurs) und u.a. abends frei in der Wildkräuter-Bibliothek schmökern. Jeder Kurs enthält eine Stunde persönliches Coaching. UND: der Mensch lernt extrem schnell, wenn er Sinn darin sieht. Das ist keine Frage des Alters.

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Frage: „Ich kenne mich schon etwas aus – lohnt sich die Ausbildung trotzdem für mich?“

Gerade für die, die sich schon länger mit Wildpflanzen beschäftigen, lohnt es sich, die entsprechende Struktur in ihr Wissen zu bringen und die Schnittstelle zwischen Rezept und Rezept, Ernährung und Heilkunde zu erforschen.

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Frage: „Ich bin voll in den Beruf eingespannt und habe wenig Zeit. Darum finde ich gut, dass der Kurs nur 5 Tage dauert und nicht wie bei anderen jeden Monat ein Wochenende. Trotzdem: Warum brauchen die 10 Wochenenden – und der Kurs Herbalista Basic nur 5 Tage?“

Die Grundausbildung „HeERBALISTA® Basic“ ist auf 5 Tage angelegt, um in diesem Zeitraum Grundwissen und Grundtechniken der Wildkräuterkunde sowie deren Vernetzung strukturiert zu erlernen. Dazu sollten auch Menschen, die aus beruflichen Gründen wenig Zeit haben, die Chance bekommen. Denn Wildpflanzen wachsen überall auf der Welt – und man kann sie dann in dem Raum-Zeitfenster, das einem zur Verfügung steht, nutzen. Für den Kurs braucht man auch nur 1,5 Tage Urlaub: das ist Absicht. Und damit auch Pädagogen teilnehmen können, liegt der Kurs in der Ferien. Denn die Weitergabe des Wildkräuterwissens ist für kommende Generationen extrem wichtig. Vermittelt wird die Struktur. Mit der kann man sich dann durch die Jahreszeiten bewegen. Und entsprechende saisonale Einzelthemen dann in seinem Biotop oder auch hier im Seminarhaus Oedmühle nach und nach erschließen.

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Frage: Wer leitet die Ausbildung?

Der Zertifikatskurs HERBALISTA® Basic wird geleitet durch Gabriele Leonie Bräutigam M.A., staatlich zertifizierte Kräuterführerin und international bekannte Wildkräuterautorin. Ihr Schwerpunkt ist die Schnittstelle zwischen Rezept und Rezept, also Ernährung und Heilkunde und die Einordnung des Wildkräuter-Wissens zwischen traditioneller Erfahrungsheilkunde und Medizin.

Jetzt anmelden – nur noch 8 Plätze frei:

>> Zu Programm +Anmeldung: Wildkräuterausbildung 2026

Frühlings-Kräuter-Kurse „WildWalks“

Sonntag, 02. November 2025

+++¡ NEU: 4 schnelle Termine am Feierabend !+++ 25.03.2025 bis 15.04.2025 +++

Weigendorf/Oed März/April. Zum Frühlingsauftakt gibt’s die WildWalks „Grüne Lust“ – zum Start in den Frühling. Der schnelle Wildkräuterspaziergang +++ 4x am Dienstag abend +++ die essbaren Wildkräuter unserer Heimat entdecken +++ Tipps & Rezepte was man daraus macht +++ mit Kostprobe: Der perfekte Salat, die optimale Kräuterbutter, den ultimativen Detox-Grünen-Smoothie … – Du wirst staunen! Für Einsteiger und Fortgeschrittene.

• 1,5-stündige Kräuterführung mit Wildsammlung: 17:30 – 19:00 Uhr
• Jeder Termin mit „Kostprobe“
Termine: 24.03.2026, 31.03.2026, 14.04.2026, 21.04.2026

Wo? Oedmühle, 91249 Weigendorf/Oed
Wie? Gebühr je 18,- € + 2 € Materialgeld.
Bitte mitbringen: Sammelkörbchen, feste Schuhe, Notizbuch und Stift, gute Laune.


>hier anmelden


oder über die VHS Hersbruck oder die VHS Amberg-Sulzbach

Projekt: „Weigendorf blüht auf“

Dienstag, 08. Oktober 2019

Projektbeschreibung: Blühstreifen und –wiesen unterschiedlicher Größe sollen die Lebensräume der Gemeinde entlang der Straßen naturnäher und zugleich einladender gestalten.

Das Pilotprojekt “Weigendorf blüht auf” konzentriert sich in Weigendorf auf die Grünstreifen um die B14 sowie die Kreisstraße im Lehenbachtal, das Tor zur westlichen Oberpfalz an der Goldenen Straße.

Projektbeteiligte: Gemeinde Weigendorf, Gartenbauverein Weigendorf, KindergartenHaWei. Koordination: Orts-Heimatpflegerin und staatl. zert. Kräuterführerin Gabriele Bräutigam.

Dokumentation Ablauf:

In einer Begehung der Flächen und eingehender Beratung mit Dipl.-Biol. Richard Lehmeier, Leiter des Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach, der Umweltberaterin Miriam Distler sowie in Abstimmung mit dem Landespfleger des staatlichen Bauamts Daniel Thurner klärte OrtsheimatpflegerinGabriele Bräutigam, Initiatorin und Koordinatorin des Projekts, ökologische Rahmenbedingungen und Möglichkeiten unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Maßnahmen zur Verkehrssicherheit.

Ergebnisoffene Vor-Ort-Besichtigung: Nach der Begehung mit den Biologen ergab sich, dass die Bachauen im Ortsteil Oed, die für eine anreichernde Aussaat ursprünglich vorgesehen waren, aus ökologischer Sicht bereits aus einem sehr guten Weg sind und sich die natürliche Bachflora dort hervorragend entwickelt, seit dort ungedüngt Abmagerungsmahten durchgeführt werden und das Heu abgefahren wird. Es wurde empfohlen kein Biotopfremdes Saatgut einzubringen und das Biotop durch abmagern aus sich heraus zu entwickeln. Dies wurde mit dem Pächter besprochen.

Mit dem Bauhof Weigendorf wurden die technischen Möglichkeiten für eineVerbesserung der Artenvielfalt an Wegen, Straßen und Grünfl.chen unter Berücksichtigung des vorhandenen Geräts und der Arbeitsabläufe geklärt. Blumenwiesen benötigen mageren Boden. Mähgut abfahren soweit möglich, um eine weitere Bodenanreicherung und Vermoosung zu verhindern. Beim Mähen Blühinseln stehenlassen. Flora ausblühen und aussamen lassen.

Ökologie, Organisation, Nachhaltigkeit: Schnell stellte sich die Aufgabe, Fördermittel und Natur im Zeitplan in Einklang zu bringen. Als die Förderzusage Mitte Mai eintraf, war aufgrund des Erfolgs des Volksbegehrens “Rettet die Bienen” autochtones Saatgut bei den qualifizierten Herstellern ausverkauft. Eine Aussaat Ende Juni in der Hitzeperiode hätte eine Verschwendung der Fördermittel bedeutet. So beschlossen wir eine Herbstsaat. Parallel wurde die vorhandenen Flora durch das geändert Mähverhalten des Bauhofs zur Blüte gebracht.

Den Sommer verbrachten Heimatpflegerin und engagierte BürgerInnen (vor allemHundebesitzer, Kinderwagenschiebende Eltern und Großeltern) damit, beim Wandern und Spazierengehen eigenes autochtones Saatgut zu sammeln und nach den Vorgaben der Biologen zu den gegebenen Zeitpunkten anreichernd auszubringen bzw. für eine Frühjahrsaussaat 2020 einzulagern.

Von Landschaftsplaner und Landschaftsökologe Heinz Marschalek wurde nach einer Vor-Ort-Begehung mit der staatl. zert. Kräuterführerin Gabriele Bräutigam eine eigene “Weigendorfer Blühmischung” analysiert und von Saaten Zeller zusammengestellt. Diese kann ab 5 kg Mindestmenge zukünftig nachgekauft werden.

“Original Weigendorfer Blühmischung”

(Erstellt von Heinz Marschalek, Landschaftsplaner und Landschaftsökologe)

  • Leucanthemum chrysanthemum (Margerite)
  • Centaurea jacea (Gew. Flockenblume)
  • Knautia arvensis (Acker-Witwenblume)
  • Crepis biennis (Wiesen-Pippau)
  • Galium album (Weißes Labkraut)
  • Achillea millefolium (Gew. Schafgarbe)
  • Daucus carota (Wilde Möhre)
  • Pastinaca sativa (Pastinak)
  • Silene vulgaris (Gewöhnliches Leimkraut)
  • Tragopogon pratensis (Bocksbart)
  • Campanula patula (Wiesen-Glockenblume)
  • Betonica officinalis (Heilziest)
  • Prunella vulgaris (Gewöhnliche Braunelle)
  • Sanguisorba minor
  • Leontodon hispidus (Steifhaariger Löwenzahn
  • Stellaria graminea (Gras-Sternmiere)
  • Leontodon autumnalis (Herbst-Löwenzahn)
  • Carum carvi (Wiesen-Kümmel)
  • Echium vulgare (Natternkopf)
  • Anthoxanthum odoratum (Ruchgras)
  • Briza media (Zittergras)
  • Avena pubescens (Flaumhafer)
  • Lathyrus pratensis (Wiesen-Platterbse)
  • Lotus corniculatus (Gew. Hornklee)
  • Dianthus carthusianorum (Karthäuser-Nelke)
  • Medicago lupulina (Hopfenklee
  • Galium verum (Echtes Labkraut)
  • Hypericum perforatum (Johanniskraut)
  • Hypochaeris radicata (Ferkelkraut)
  • Salvia pratensis (Wiesensalbei)

Gebrauchsanweisung:

Die Liste enthält Arten die grundsätzlich verwendet werden können auf allen Flächen, nicht jedoch auf feuchtem Boden.

“Immer solltest du die Fläche sehr kurz schneiden lassen, abräumen und dann mit der Fräse soweit bearbeiten lassen, dass die obere Bodenschicht gelockert ist und Offenboden für die Samen vorhanden ist. Mit einer Walze nach erfolgter Ansaat, wird ein Ergebnis zuverlässiger erreicht. Falls das alles nicht geht, Anzucht in Töpfen und auspflanzen.”

Die “Original Weigendorfer Blühmischung” kann auch von anderen Interessierten in Weigendorf bezogen werden.

Kooperationspartner:

Kindergarten:

Wildsammlung Heimischer Blumensamen: Der Kindergarten HAWEI wurde in dasProjekt eingezogen und sammelte nach einer kurzen Einführung durch die staatl. zert. Kräuterführerin Gabriele Leonie Bräutigam während der Waldwochen Blumensamen.

Ausbringen Blumenzwiebeln Frühblüher: Mit 14 Vorschlulkindern des Kindergarten HAWEI wurden mit Leiter Andreas Mertens und 3 Erzieherinnen im Oktober Frühblüher-Zwiebeln an der B14 – dem Tor zur Oberpfalz – ausgebracht.

Gartenbauverein Weigendorf:

Der Gartenbauverein unterstützte das Projekt mit einer Spende von 100,- Euro und legte Hand an beim mühsamen Vorbereiten der Grünflächen. Damit die bereits vorhandene autochtone Artenvielfalt erhalten bleibt – das empfahlensämtliche Biologen und der Landschaftsplaner – wurden Berge von Moos abgerecht.

Fazit:

Weigendorf blüht auf – Das Förderprojekt 2019 zum Leitbild Amberg-Sulzbach 2030 hat eine weitreichende Neubewertung unserer natürlichen Ressource – die einzigartigen Pflanzenvielfalt der Kuppenalb im Landkreis – erfolgreich auf den Weg gebracht. Und es ist nur der Anfang. Der Effekt der Fördersumme wird wachsen und sich vervielfältigen: in Ökologie, dem solzialen Miteinander von Jung und Alt (beim Recheln und Säen kommen die Menschen ins Gespräch), in der Umweltbildung.

Ein Nachhaltig Blühendes Band durch Weigendorf zu legen, ist vermutlich ein 4-Jahresplan. Nur Gott schuf die Welt in 6 Tagen. In der Natur hat ein Jegliches seine Zeit.

ACHTUNG: Die meisten Blühmischungen im Handel sind einjährige oder zweijährigeBlühmischungen. Viele haben einen sehr hohen Gräseranteil, der sich langfristig häufig durchsetzt. Dies sollte man bei der Bestellung stets bedenken. Aus Gründen der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz hat sich Weigendorf gegen die ökologischer Augenwischerei und für den langen Weg entschieden. Durch das Samensammelprojekt ist eine neue Art des bürgerschaftlichen Engagements gewachsen.

Die Kooperation mit dem Kindergarten zu Umweltprojekten soll wenn möglich fortgeführt werden. Die Begeisterung der Kinder und das Interesse ist vorhanden.

Herzlichen Dank für die Initialzündung durch das Förderprojekt an den LandkreisAmberg-Sulzbach, an Bürgermeister Pickel für die administrative Unterstützung und allen Beteiligten für die vielen Stunden und das Fachwissen, die sie kostenlos und ehrenamtlich in das Projekt “Weigendorf blüht auf” investiert haben.

Weigendorf/Oed, 19.11.2019

Gabriele Leonie Bräutigam,

Orts-Heimatpflegerin | staatl. zert. Kräuterführerin

Fotos: Gabriele Leonie Bräutigam